Barschangeln in Potsdam

Beratungsresitenz ist wie so oft im Leben ehr hinderlich, als das sie nützt. Selbst jetzt, 5 Tage nach dem ich die Session in Worte fassen möchte, bin ich noch leicht angeschlagen von der ersten Schönwetter-Bootstour mit Kapitän Seppl. Der Wetterbericht […]

Beratungsresitenz ist wie so oft im Leben ehr hinderlich, als das sie nützt. Selbst jetzt, 5 Tage nach dem ich die Session in Worte fassen möchte, bin ich noch leicht angeschlagen von der ersten Schönwetter-Bootstour mit Kapitän Seppl. Der Wetterbericht hat es vorhergesagt, Seppl wies mich darauf hin und Frauchen meinte auch, dass ich mir besser einen Deckel auf den Kopf setzen soll. 32°C, leicht bewölkt und mäßiger Wind verhießen grandioses Wetter mit wenig Aussicht auf Erfolg. Egal, wir sind trotzdem losgefahren!

Sonnenaufgang in Potsdam

Ich denke das Bild beschreibt die Ausgangssituation sehr gut. Im Tagesverlauf kletterten allen Parameter gnadenlos nach oben. Einzig Windgeschwindigkeit und Anzahl der Fische blieben konstant, zumindest auf meiner Seite der „Petra“ – Seppls Anka.

Während ich mich in Geduld übte und meine kleine Fangmaschine konstant über den Boden zupfte, machte Seppl seinem Namen als „König der Brassen“ alle Ehre. BTW: Fangbilder die von Seppls Boot aus geschossen werden, erscheinen immer mit retuschierten Hintergrund. Die Geschichte dahinter kann sich vermutlich jeder denken.

König der Brassen

Auf Seppl’s Schoß liegt meine „alte“ Tailwalk Del SOL S632ML. Eine grandiose Jigge mit Hammer-Blank und bisher ungeschlagener Sesibilität. Mit dem Stäbchen habe ich letztes Jahr alle Barsche, Hechte und sogar fette Rapfen direkt aus der Strömung dirigiert. Wer eine Rute in der ML-Klasse sucht, sollte das Stöckchen mal testen und sich die Rezensionen durchlesen! Beides gibt’s bei Fabian.

(…)

Der Barschcounter zeigt auf der anderen Seite vom Boot bereits 4 Stück der Kategorie „Guppy“ an und irgendwie wurde mir langweilig, also hieß es „Regelbruch“. Quatschen ist während der Angelei überhaupt nicht mein Ding. Kommuniziert wird nur, wenn die Köder nicht im Wasser sind.

Ich schiebe es der Einfachheit halber auf Seppls Anwesenheit und den Aderlass der „Piratenpartei“, jedenfalls quatschten wir gemütlich und das Rig lag schon jenseits der 30 Sekunden-Marke auf Grund. Beim nächsten Versuch die Kurbel zu drehen gab es plötzlich Widerstand – Barsch! Ohne langes Gewese und flink an’s Boot gedrillt präsentierte sich der mit Abstand schönste Stachelritter in dieser Saison.

Barschangeln mit dem Pilot kickback Rig
Barsch mit Pilot Kickback Rig bei Potsdam an der Havel

Für die Fotos bin ich wirklich mehr als dankbar, da ich i.d.R. allein auf die Jagd gehe und mit meinen Selbstauslöserfotos maximal ’n Blumentopf gewinnen würde. Um den Brocken so wirken zu lassen wie er ist, gibt es diesmal keine Informationen zur Größe der Brosche. Danke Seppl!

Viel mehr gibt es nicht zu Berichten. Über die Havel hätte man auf Grund der vielen Sportbotte zeitweise laufen können, Seppl hat’s am Ende auf 7 Schniepel + einen verlorenen Hecht gebracht und ich bin mit 2 Barschen ausgestiegen.

Was tut man bei so wenig Fischverkehr? Richtig, man betätigt die Auslöser und hofft wenigstens noch ein paar Eindrück mitnehmen zu können. Hier die schönsten unserer „Angeln in Potsdam“ Reise mit Seppls Anka. Sport frei & stramme Leine!