Angeln verbindet! Happy End beim Rapfenauftakt

Heiß wie Frittenfett sollte es pünktlich zum Auftakt in die gestern das erste Mal gezielt auf Rapfen los gehen. Die Vorzeichen für einen erfolgversprechenden Angeltag standen nicht schlecht, denn die sagenumwobenen Havel-Rapfen ließen sich schon des Öfteren in der Nähe […]

Heiß wie Frittenfett sollte es pünktlich zum Auftakt in die Topwater-Saison 2016 gestern das erste Mal gezielt auf Rapfen los gehen. Die Vorzeichen für einen erfolgversprechenden Angeltag standen nicht schlecht, denn die sagenumwobenen Havel-Rapfen ließen sich schon des Öfteren in der Nähe einiger Spots blicken und machten dort unmißverständlich klar, wer der Chef im Ring ist.

Status Quo

Die aktuelle Situation

Angeln verbindet! Happy End beim Rapfenauftakt

Angeln verbindet! Happy End beim Rapfenauftakt

Soweit ich es bis jetzt beurteilen kann, hat sich der Rapfenbestand im Vergleich zum Vorjahr nicht merklich verändert. Die Größe der gesichteten Exemplare liegt bei ca. 50 bis 75 cm. Was in etwa dem Durchschnittsmaß meiner im letzten Jahr vermessenen Havelrapfen entspricht und wohl auch bei den meisten Anglern als der „Standardrapfen“ bezeichnet wird. Silberner Schiffsverkehr jenseits der 80er kommt zwar auch ab und zu vor, gehört aber zur Ausnahme.

Zeitlich betrachtet beginnt die Rapfensaison dann, wenn die ersten Bisse und Nachläufer beim Barschangeln mit Gummiködern zu verzeichnen sind. Ja, hört sich komisch an, aber das erste Zufallssilber hängt bei mir immer zuerst an grundnah geführten Rigs und Jigs die direkt nach dem Auswurf attackiert, oder kurz vor den Füßen schnell eingeholt werden. Was in diesem Jahr so ziemlich genau vor einer Woche begann und gestern mit einem längeren Ausflug quittiert wurde.

Rapfenwobbler – Von allem ein bisschen, aber nicht zu viel!

Groß, klein, dünn, dick und die Sache mit den Drillingen

Rapfenwobbler - Von allem ein bisschen, aber nicht zu viel!

Rapfenwobbler - Von allem ein bisschen, aber nicht zu viel!

Um mich langsam an die bevorzugten Hardbaits heran zu tasten, landete beim gestrigen Törn eine kunterbunte Auswahl unterschiedlichster Wobbler im Watgepäck. Bis auf Modelle mit einer Lauftiefe von über 2 m war in Bezug auf Bauform und Größe alles dabei, was theoretisch passen könnte oder praktisch zu meinen erfolgreichsten Rapfenmagneten gehört – Crankbaits, Twitchbaits, Stickbaits, Popper und Mini-Jerkbaits.

Ebenso chaotisch wie die Bauformen zusammengewürfelt wurden, erfolgte die Selektion der Farben. Zwar glaube ich fest daran, dass natürliche Dekore beim Barsch- und Rapfenangeln mehr Fisch bringen, aber so richtig daran halten möchte sich mein experimentierfreudiger Tackle-Affe irgendwie nicht. Gänzlich anders verhält er sich, wenn es um den Austausch der werkseitigen Drillingsbestückung geht:

Wenn die Faulheit siegt. Drillinge beim Rapfenangeln gebrochen, verbogen und Sprengringe gesprengt

Wenn die Faulheit siegt. Drillinge beim Rapfenangeln gebrochen, verbogen und Sprengringe gesprengt

Zum Saisonauftakt sind die Rapfen noch nicht so richtig in Fahrt. Sprich, die Standardhaken reichen i.d.R. aus, um den Fisch sicher an Land zu bringen. Mit steigenden Temperaturen sollten dann aber auch die Sprengringe und Haken in den Fokus des Geschehens rücken und durch besonders stabile Modelle ausgetauscht werden, z.B. VanFook DT-55 (Drillinge) oder VanFook PR-55 (Einzelhaken).

Gut geplant und doch geschneidert

Erfolgloses Rapfenangeln mit Happy End

Tja, manchmal ist es wie verhext. Egal wie sehr du dich konzentrierst und wieviel Mühe du dir bei der Köderführung gibst – slow, fast, push, pull, burn, twitch – es klappt einfach nicht. Bis auf einen einzigen Anfasser auf den schwarzen Sammy 65 von Lucky Craft gab es keinerlei Fischkontakt.

Was aber auch nicht weiter schlimm war, denn das Happy End ist keineswegs ein biblischer Monsterrapfen, sonderen ein ganz einfaches „Dankeschön“ an einen Angler, der mich gestern unbekannterweise am ersten Spot eingesammelt und zum fischen auf seinem Boot eingeladen hat. Angeln verbindet! Stay tuned.