Barschalarm in Potsdam

Schon drüber nachgedacht? Sehr gut, dann können wir da weitermachen, wo ich mit dem 13er Bericht aufgehört habe. Wir steigen in unseren Delorean, stellen den Timer auf Sonntag, den 17.06.2012 und machen eine Reise Back to the Future. Die Rahmenbedingungen […]

Schon drüber nachgedacht? Sehr gut, dann können wir da weitermachen, wo ich mit dem 13er Bericht aufgehört habe. Wir steigen in unseren Delorean, stellen den Timer auf Sonntag, den 17.06.2012 und machen eine Reise Back to the Future. Die Rahmenbedingungen haben sich im Gegensatz zur gestrigen Session fast vollständig geändert. Geangelt wurde heute unter leicht bedecktem Himmel, in der Zeit von 4 bis 12Uhr und das ganze ohne einen einzigen Regentropfen. Zum Auftakt gab’s einen Schluck Kaffee auf Seppls Terrasse und dann ging’s ab auf’n Kahn!

Barschalarm in Potsdam

Das Setup dürfte bekannt sein. Tailwalk Muddy Walker + 2500er FireBlood und Seppls Shimano Yasei Aspius + 4000er Twinpower. In weiser Voraussicht, dass sich die Barsche ehr in den tieferen Regionen aufhalten würden und Seppl ohnehin nur eins im Kopf hat – dicke Zander – blieben die Light und Ultralight Ruten im Keller.

Von den gestrigen Crankbait „erfolgen“ angefeuert, wurden alle angefahrenen Spots zunächst weiträumig abgefächert und bei ausbleibendem Erfolg auf Wobbler mit 0,50 bis 1,50m Tiefgang umgestellt. Tat sich auch hier nichts, fanden 3er Izumis & Flash Js mit 7 bis 10gr.  Jigs & Rigs ihren Weg an die Muddy. Bis auf 3 bis 4 Barsche zwischen „unsichtbar“ bis ~25cm gab es für mich nicht viel zu holen – vorerst.

Etwas anders sah es bei Seppl aus. Der feuerte mit einer konstanten Boshaftigkeit so ziemlich alles was in seine BigBox zu finden war in Richtung Gewässergrund. Jedesmal wenn ich rüber schaute, hing was anderes dran. Mit welchem Gummi Er sich den ersten von zwei 33er Barschen erarbeitet hat, kann ich nicht mehr genau sagen. Ob es der auf dem Foto ist – i dont know?!?

Barschangeln: Seppls Hit beim Shooting

Fragt bitte nicht warum der antiquierte „Fotoapparat“ auf einem Stativ steht. Ich weiß es nicht. Was jedoch sicher ist, ist folgendes. Die Havel bringt dieses Jahr so viele Barsche mit über 30cm hervor, dass man sich getrost die Frage stellen darf, wo sie sich die letztern Jahre versteckt haben. Neben meinem nicht per Foto dokumentierten 41er strotzen unsere Fangbücher nur so vor „großen“ Murmeln.

Die Spots sind die gleichen wie im letzten Jahr und auch an den Ködern und Methoden hat sich nicht wirklich viel geändert. Was jedoch wirklich stark vom letzten Jahr abweicht, ist die Wasserqualität. Im Normalfall kann man zu dieser Jahreszeit keine 50cm tief gucken. Danach verschwindet selbst ein Chartreuse gefärbter Köder in einer zähflüssig wabernden Masse aus dunkelgrünen Partikeln – Algenblüte.

Tipp für den frisch gebackenen Barschangler: Sofern die sommerliche Algenblüte noch nicht eingesetzt hat und die Wasserqualität entsprechend gut ist, liegen nach unseren Erfahrungen die natürlichen, bzw. komplett durchsichtigen Dekore ganz weit vorne. Zeigt sich die Sonne am sonst bedeckten Himmel kommen die Barsche richtig in Wallung. Wenn eure Softbaits zusätzlich mit Glitterpartikeln, oder innenliegenden Silberfolien gepimpt sind, geht’s richtig ab. Schockfarben wie das oben angesprochene Chartreuse, oder Pink sind immer einen Versuch wert, brachten aber im Verhältnis zu den natürlichen Farben deutlich weniger Barsch an den Haken.

Behandelt den Tipp bitte genau als solchen. Er ist kein Dogma und schon gar keine „Farblehre“. Im „schlimmsten“ Fall funktioniert er nämlich nicht und ihr müsst euch für euer Gewässer selbst was ausdenken. Hier an der Potsdamer-Havel ging es so gut, dass ich an einem unserer Spots den berühmt berüchtigten Barschalarm erleben durfte. Über den Zeitraum von knapp 1 1/2 Stunden gab es ganze 55 Barsche am 14gr. Drop Shot Rig mit 3er Gummis in clear/glitter. Alle um die 20cm +/-5.

Den Fang des Tages konnte sich Seppl ins Büchlein schreiben und liefert damit auch das Foto des Tages. Der Rapfen ging wie so oft in letzter Zeit auf einen nah am Grund geführten Easy Shiner am Jigkopf. Eigentlich erstaunlich, denn normalerweise fängt Torsten damit ehr Brassen, als Rapfen. Wirklich mögen tut Er jedoch keine der beiden Arten, obgleich die Aspius ihrem Namen alle Ehre zu machen scheint – Petri Digger ;)

Seppl mit Rapfen aus der Havel

Fazit

Das Wochenende kann unter den Rahmenbedingungen durchaus als Erfolg gewertet werden. Es waren zwar keine echten Überfische dabei, aber jeder Tag auf dem Wasser ist ein Tag Erfahrung mehr auf dem Buckel. Das Endergebnis kann sich mit 4 x Barsch > 30cm, 75 x Barsch < 30, 1 x Zander und 1 x Rapfen auf uns beide verteilt sehen lassen. Bis zum nächsten Artikel – Peace und fette Beute!

Havelritter Session #14