Das Headshot Rig – Flachwasser-Snipern mit No Action Shads

Gestern war es mal wieder so weit. Ich stehe mit meiner Wathose im hüfthohen Flachwasserbereich, weiß ganz genau auf was die Barsche gerade abfahren, mache den Rucksack auf und stelle mit Entsetzen fest, dass genau die Matarialien dem Leichtpackwahn zum […]

Gestern war es mal wieder so weit. Ich stehe mit meiner Wathose im hüfthohen Flachwasserbereich, weiß ganz genau auf was die Barsche gerade abfahren, mache den Rucksack auf und stelle mit Entsetzen fest, dass genau die Matarialien dem Leichtpackwahn zum Opfer gefallen sind, die jetzt für mein Wunsch-Rig benötigt werden. Zeit für eine kleine Bastelstunde beim Barschangeln!

Dieser Artikel wird gerade vollständig überarbeitet! Bitte hab noch etwas Geduld. Sobald ich neue Bilder geschossen und die Texte überarbeitet habe, kannst du gerne nochmal vorbei schauen. Bis es soweit ist befindet sich der Beitrag im Status „draft“.

Barsch Angeln mit Pintails und Einzelhaken

Krautfrei, ultraleicht und mit noch mehr Aktion auf Barsch angeln

Weedless Nailed Flash J

Weedless Nailed Flash J

  1. Material
  2. Montage

– Weedless
– Nose Hook
– Nail Sinker
– Pintails
– Schwerpunkt weit vorne / extrem agiles Laufverhalten

Das Anforderungsprofil ist schnell erklärt. Es ist Hochsommer. Die Sonne steht im Zenit. Der Barsch steht gut geschützt im Cover und du mit deiner Wathose mittendrin. Um die auf ca. 5 Zentimeter lange Brutfisch fixierte Beute aus der Deckung zu locken, bedarf es bei 85 Grad Celsius einer angepassten Strategie.

Man könnte es auch einfach krautlos genageltes Blitz-Jot nennen. Das hört sich aber an, als würde Mann eine Packung vegetarisches Hundefutter beim Bäcker bestellen. Ich behalte mir daher die pragmatische Nemensgebung vor und nenne es J-Rig, bzw. Nailed Flash-J. Damit kann im späteren Verlauf hoffentlich jeder etwas anfangen. Falls nicht, nennt es wie ihr wollt. Los gehts!

Zielsetzung der gesamten Montage war es, einen möglichst agil laufenden Pintail, krautfrei entlang der Seerosenfelder im Flachwasserbereich der Potsdamer Havel präsentieren zu können. Gibt es schon, richtig. Wichtig wäre an diesem Punkt noch zu wissen, dass ich auf einer meiner letzten Sessions weder die passend Offset-Haken dabei hatte, noch ließen sich die normalen Rigs so gut werfen, wie es das J-Rig tat.

Material

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Zur Grundausstattung des J-Rigs gehört natürlich nur das, was ich in meinem Back Pack DeLuxe am Start hatte und zur weiteren Optimierung letzten Montag geliefert wurde. Die Materialliste ist kurz und knackig:

  • Pintails in 2 bis 3 Inch, z.B. Fish Arrow Flash J
  • Tungsten Nail Sinker
  • Einzelhaken: z.B. VanFook DS-21WR

Montage

Der Rest ist ein Klacks und ihr könnt euch vermutlich schon denken wie die Komponenten zusammengefügt werden. Letztendlich geht es nämlich nur um einen im Kopfbereich beschwerten Flash J. Als erstes wird daher der Tungsten Nail Sinker behutsam in den Flash J gesteckt. Auf dem Bild ist der Winkel etwas zu steil gewählt. Der sollte ionsbesondere beim Fish Arrow Gummi so flach sein, dass sich das Tungsten Gewicht im unteren Teil des Köders befindet.

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Die bauchseitige Lagerung der Gewichte unterstützt den sehr gut flankenden Flash J in der Absinkphase und sorgt dafür, dass der Köder das tun kann, wofür die innen verbaute Silberfolie eingebracht wurde. Sie blitzt und blinkt wie eine Diskokugel!

Der Nail Sinker hat aber noch einen weiteren positiven Nebeneffekt. Der Flash J fliegt wie eine Raket und sofern man das Tungsten Gewicht nicht zu weit rein schiebt, richtet er sich im Flug immer schön mit der Nase nach vorne aus.

Anstelle der kostspieligen Flash Js könnte natürlich auch jeder beliebige andere Pintail mit genügend Stauraum für den Tungsten Nail Sinker bzw. die Wolframelektrode genommen werden.

Ob die Gummis dann imemrnoch so schon aufblitzen müsst ihr selbst Probieren. Achtet bei der Auswahl der Köder darauf, dass sie von Haus mit der Eigenschaft „sinkend“ oder „langsam auftreibend“ ausgestattet sind.

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Bei der Auswahl des passenden Nail Sinkers kann ich euch noch nicht wirklich weiterhelfen. Grundsätzlich sollte das Gewicht entsprechend dem Einsatzzweck gewählt werden und natürlich in den Köder passen. Da ich aktuell nur die  1/16 Tungsten Stäbchen am Start habe und die Flash Js im Flachwasser einsetze, stutze ich sie mittels Kneifzange so zurecht, dass sie nicht wie ein Stein zu Boden sinken und auch in einen 2 Inch Köder passen.

Vielleicht kann ja mal einer von euch nachmessen und mir sagen, ob die kleineren Tungsten Sinker einen geringeren Durchmesser haben, als die hier verwendetet 1/16 oz. Version. Für die 2er Flash Js ist der Sinker fast schon zu dick, funktioniert aber trotzdem. In den 3 Inch Pintail passen sie perfekt und auf voller Länge direkt unter die Bauchdecke.

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Und jetzt zum wichtigen Teil. Die Anköderung sollte, genau wie der Griff zu einem Pintail, auf jeden Fall im Nose Hook Verfahren erfolgen! Der Köder bekommt dadurch einen viel natürlicheren Lauf und schießt mit wohl dosierten Zupfern unkontrolliert in alle möglichen Richtungen.

Zieht man die Montage etwas schneller durchs Wasser und schlägt dabei permanent in die Rutenspitze, schafft der Weedless Nailed Flash J sogar einen Zick-Zack Kurs an der Oberfläche!

Ebenfalls wichtig ist die richtige Größe des Hakens! Ob mit, oder ohne Krautschutz ist nebensächlich und entscheidet das Habitat in dem ihr angelt. Der Haken sollte aber auf jeden Fall so groß gewählt werden, dass der Köder genügen spiel hat und die Spitze ausreichend weit übersteht.

Wer dem Halt des Hakens nicht vollends vertraut, schiebt einen Final Keeper in das Gummi (3.1) oder versucht es mit dem Nekorig Master (3.2). Die Ablutschversicherungen würde ich speziell bei den besonders weichen Gummimischungen empfehlen, z.B. beim Shad Impact oder Easy Shiner.

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Am Anfang habt ihr relativ viele Fehlbisse zu verzeichen. Keine Sorge, dass sind i.d.R. nur die kleinen Schwanzbeißerbarsche und selbst die bleiben ab und zu hängen. Da die Montage schön leicht ist und gefühlt von jedem größeren Barsch eingesaugt werden kann, ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis das erste Raumschiff am Haken zappelt.

Wenn ich einen Tipp bezüglich Einsatzzeit und Einsatzort abgeben müsste, würde ich den Weedless Nailed Flash J vor allem im Hochsommer und in den ufernahen Flachwasserzonen mit leichten Krautfeldern einsetzen. Die Zusammenstellung eignet sich hervorragend für die Nutzung an einer etwas strafferen ultra-light / light Rute. Solange der Planet noch brennt, werde ich die Montage ausgiebig im Flachwasser testen und darüber berichten. Stay tuned!