Lowrance HDS Gen 3

Im Dezember 2014 hat Lowrance den Nachfolger der beliebten HDS Touch Serie vorgestellt, die Lowrance HDS Gen 3 Geräte. Wie so üblich bringen die neuen Geräte eine Reihe von technischen Neuerungen mit, so auch in diesem Fall. Lowrance war so […]

Im Dezember 2014 hat Lowrance den Nachfolger der beliebten HDS Touch Serie vorgestellt, die Lowrance HDS Gen 3 Geräte. Wie so üblich bringen die neuen Geräte eine Reihe von technischen Neuerungen mit, so auch in diesem Fall. Lowrance war so freundlich mir ein 7 Zoll Gerät zur Verfügung zu stellen und mittlerweile war ich auch einige Male auf dem Wasser um euch nun einen Überblick über die neuen Features geben zu können. Was kann das Echolot also Technisch? Vorweg – Eine ganze Menge. Du willst das komplette Input Paket in Fließtext? Dann lies einfach weiter. Interessieren dich nur die harten Fakten dann klick hier und lande direkt bei der Tabelle HDS Gen2 Touch vs. HDS Gen3.

Das Lowrance HDS Gen3

Das Lowrance HDS Gen3

Die Basis

Bevor wir zu den ganzen Eigenschaften und Features schauen werfen wir einen Blick auf die Basis. Die Head-Unit des HDS Gen 3 hat die gleiche Größe wie sein Vorgänger. Vorhandene Einbauschächte oder Halterungen können also weiterverwendet werden. Außerdem bleibt Lowrance seiner Linie treu und setzt auch hier auf die bewährten Blue Connectoren. Einmal verlegte Strom und Geberkabel müssen also nicht neu verlegt werden. Den NMEA 2000 Anschluss für das Bordinterne Netzwerk gibt es natürlich auch wieder.

Neu ist, dass es jetzt schon in der sieben Zoll Variante zwei SD Slots gibt. Man kann also problemlos eine Karte installieren und auf der anderen Speicherkarte seine Sonardaten Loggen. Ein dickes Plus wie ich finde. Aber aufgepasst: in die Gen3 passen nur micro SD-Karten.

Der Bildschirm des Lowrance HDS Gen 3

Wie schon beim HDS Gen 2 Touch löst der Bildschirm des Gen 3 in der 7 Zoll Größe mit 800×480 Pixeln auf. Für ein scharfes Bild ist also gesorgt. Natürlich wurde nicht auf den Touchscreen verzichtet, hier jedoch findet sich die erste Neuerung. Im Gegensatz zu Gen 2 hat Lowrance beim Gen 3 ein Multitouchpanel verbaut. Die Gesten zum Zoomen die wir alle vom Smartphone und Tablet kennen (Pinch to Zoom) funktionieren nun auch auf dem Echolot.
Technisch bedingt ist das Display auch nicht mehr so Matt. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass gerade bei Sonnenschein das Display jetzt schlechter abzulesen ist, aber auch hier hat Lowrance mitgedacht und die Hintergrundbeleuchtung beim HDS Gen 3 gleich mitüberarbeitet. Dank neuer LED’s ist das Display wesentlich heller als das der Gen2 Reihe.

Display Vergleich HDS Gen2 vs. Gen3

Display Vergleich HDS Gen2 vs. Gen3

Endlich wieder Tasten

Die wohl auffälligste Veränderung liegt direkt neben dem Display. Lowrance hat sich die Sorgen vieler Angler zu Herzen genommen und hat wieder ein komplettes Tastenpad verbaut. Sie haben dabei das gleiche Layout wie von den „alten“ HDS Geräten übernommen, so finden sich auch Umsteiger bestens zurecht.

Es gibt wieder das bekannte Digitalpad und Tasten zum Zoomen, zum Bestätigen und Abbrechen, zum Aufrufen des Menüs und dem Durschalten der Fensterauswahl sowie zum Setzen eines Waypoints bzw. dem An- und Ausschalten des Gerätes. Das Lowrance HDS Gen 3 lässt sich also komplett ohne Touchscreen steuern. Damit ist es egal, ob es regnet wie aus Eimern oder ob es so kalt ist das man lieber Handschuhe trägt, man behält die volle Kontrolle über das Gerät.

Die HDS Gen3 Serie mit Tasten und darüber ein Gen2

Die HDS Gen3 Serie mit Tasten und darüber ein Gen2

Sonar und Kartenplotter

Für uns Angler wohl mit am wichtigsten ist wohl ist wohl die Echolot und Plotter Einheit. Bis auf das leichte Pinch to Zoom ist bei Plotter nicht allzu viel Passiert. Von der Bedienung ist alles wie vorher, allerdings geht dank des neuen Prozessors jetzt alles wesentlich schneller. Große Karten werden schneller geladen und auch das Bewegen und Zoomen innerhalb der Karte geht beim HDS Gen 3 deutlich flüssiger. Technisch hat sich da schon etwas getan. Das HDS Gen 3 hat jetzt eine 10Hz Gps Antenne verbaut. Es gleicht sich dadurch öfter mit den Satelliten ab, was zu einer höheren Genauigkeit führt. Ein Waypoint auf dem Berg liegt dann also auch auf dem Berg und nicht 2-3m daneben. Sehr schön.

Bei der Kompatibilität der Karten hat sich nichts verändert. Nach wie vor könnt ihr Karten von Navionics, CMAP oder eure eigenen Karten von Insight Genesis verwenden. Selbstverständlich gibt es auch hier das eingebaute StructureScan HD Modul. Man kann also einfach einen Structure Scan Geber (z.B. den LSS2 ) direkt an das Gerät anschließen. Die Auflösung ist nach wie vor großartig, Kraut oder versunkene Boote sind wunderbar zu erkennen und auch Fischschwärme oder einzelne Fische lassen sich prima Identifizieren. Gefühlt ist die Qualität der Abbildung sogar noch besser als bei der Gen2.

Beim Broadband Sounder setzt Lowrance beim HDS Gen 3 auf alt bewährtes und legt sogar noch einen drauf. Die neuen Modelle sind jetzt ebenfalls mit der Chirp Technologie ausgestattet. Das heißt, es wird nicht nur auf einer Frequenz gesendet und empfangen, sondern auf mehreren gleichzeitig. Das ermöglicht eine höhere Auflösung und bei der Interpretation des Echolotbildes lassen sich mehr Details erkennen. Das geht so weit das man größere Fische innerhalb eines Fischschwarms identifizieren kann.

Fairerweise muss man dazu erwähnen, dass man das beste Chirp Ergebnis nur mit einem reinen Chirp Geber erzielt und diese sind leider nicht ganz so preiswert. Aber auch so bringt es deutliche Verbesserungen gegenüber den älteren Modellen.

Vergleich der Kartenslots

Vergleich der Kartenslots

Wireless Connectivity

Eine weitere geniale Neuerung ist das jetzt integrierte Wlan-Modul. Brauchte man bei der Gen 2 Serie brauchte extra Box ist jetzt alles inklusive. Das erinnert an die Weiterentwicklung der HDS Serie hin zu HDS Touch, wo das Structure Scan Module integriert wurde.

Was kann man damit anstellen? Nun man kann sein Tablet benutzen und über die GoFree App seinen Bildschirm vom Echolot anzeigen lassen. Man kann auch das gesamte Echolot dann über sein Tablet steuern. Das ist insofern praktisch, dass man sich mitunter keine zweite Head-Unit kaufen muss da man schon ein Tablet hat und dieses nun als zweiten Bildschirm benutzen kann.

Auch Updates auf eine neue Software Version sind so simpler geworden. Einfach das Echolot mit dem Internet verbinden, bei mir hänge ich es einfach ins heimische Wlan, und schon kann man sich die neuesten Updates ziehen. Aber auch die Uploads zu Insight Genesis werden zum Kinderspiel. Im Gerät selbst ist softwareseitig alles vorbereitet, nur noch die eigenen Benutzerdaten hinterlegen und die neusten Sonarlogs laden sich auf Wunsch ins Netz.

Mit Wireless das Echolot auf dem Tablet

Mit Wireless das Echolot auf dem Tablet

Weitere Features

Neben den bereits genannten Features gibt es noch eine ganze Reihe weiterer. Das HDS Gen3 kann jetzt schon in sieben Zoll Videos wiedergeben und natürlich lässt sich das Gerät problemlos erweitern. So sind, bei entsprechendem Zubehör, im Gerät bereits Funktionen für Radar, Funk, Sirius Weather, Sonic Hub zum Musikhören, Spotlight Scan für die 360Grad Umsicht, Engine Management – also die Anzeige wichtiger Verbrauchs- und Leistungsdaten des Motors bis hin zum Autopiloten für Benzin und E-Motoren verbaut.

Fazit

Die spannende Frage ist natürlich: Lohnt sich der Umstieg auf ein Lowrance HDS Gen 3? Ich würde sagen das kommt darauf an. Hat man ein Gerät der HDS oder HDS Gen 2 Serie lohnt sich der Umstieg definitiv. Es hat sich einfach viel Getan auf der technischen Seite und gerade die Bedienung über den Touchscreen ist beim Benennen von Waypoints eine echte Erleichterung.

Hat man bereits ein Gen 2 Touch Gerät muss man schauen wo man für sich den Fokus legt. Will man Wlan oder kann man darauf verzichten. Reicht mir der Touchscreen zur Bedienung oder hätte ich doch gerne mehr Tasten? Bin ich mit der Echolot Leistung zufrieden oder hätte ich gerne ein noch besseres Bild? Für mich persönlich sind Tasten, Chirp, ein zweiter Speicherkarten Slot und das Neue Display mit Multitouch die stärksten Argumente für das Lowrance HDS Gen 3.

Spezifikationen HDS 7 Gen 2 Touch HDS 7 Gen 3
Display Widescreen, 16:9 ; WVGA Farb TFT LCD Widescreen, 16:9 ; WVGA Farb TFT LCD mit LED Hintergrundbeleuchtung und Multitouch
Display-Auflösung 800 x 480 Pixel 800 x 480 Pixel
Tasten 5 Tasten 9 Tasten + 4 WegeNavigationspad
Leistung: RMS (PTP) Max W peak to peak (31 W RMS) Max. 500W
Geberfrequenzen 50/200 oder 83/200 kHz & 455/800 kHz 50/200 kHz oder 83/200 kHz, 455/800 kHz (StructureScan HD), 40-60 kHz, 85-145 kHz, 130-210 kHz(CHIRP),
Media Port 1 SD (full size) 2 Micro SD
GPS und Sonar Overlay Data Ja Ja
Split Screen Ansichten 4 4
Display-Diagonale 7"/ 17,8 cm 7"/ 17,8 cm
Display-Helligkeit 1 nits  
Sonar    
Tiefenalarm Ja Ja
Flachwasseralarm Ja Ja
Standard Echolotfunktionen: Colorline oder Grayline, ASP, FishSymbolI.D., FishTrack, und mehr Ja Ja
Anzeige des Temperaturverlaufs Ja Ja
Technische Daten    
Gehäusebreite 21,44 cm 21,44 cm
Gehäusetiefe 8,23 cm 8,23 cm
Gehäusehöhe 14,63 cm 14,63 cm
GPS Navigation Interne GPS Antenne Interne, sensible 10Hz WAAS +EGNOS + MSAS Antenne
Hintergrundkarte allgemeine Weltkarte weltweiteBasis-Hintergrundkarte mit Einsicht in US Gewässer
Netzwerk NMEA 0183 und NMEA 2000 NMEA 0183 und NMEA 2000
Sonstiges   Integriertes Wlan Modul,Softwareseitige Vorbereitung für Autopilot