Lowrance Insight Genesis Social Map

Wie bereits in meinem Insight Genesis Artikel erwähnt, hat Lowrance an einem Social Feature für seine Kartenerstellungsplattform Insight Genesis gebastelt. Seit Juli ist diese jetzt auch in der Betaversion Online und kann von Insight Genesis Abonnenten genutzt werden. Es werden […]

Wie bereits in meinem Insight Genesis Artikel erwähnt, hat Lowrance an einem Social Feature für seine Kartenerstellungsplattform Insight Genesis gebastelt. Seit Juli ist diese jetzt auch in der Betaversion Online und kann von Insight Genesis Abonnenten genutzt werden. Es werden dabei, sofern vom Nutzer gewünscht, die geloggten Spuren auch anderen Nutzern zur Verfügung gestellt um damit schneller größere Gewässerflächen als Karte erfassen zu können.

Warum das Ganze?

Stell dir vor dein Hausgewässer ist so groß, dass du auch nach 500 Angeltagen niemals die ganze Gewässerfläche hättest so abcruisen können, um mit deinem Echolot so viele Daten sammeln zu können um eine wirklich brauchbare Karte zu bekommen. Genau hier setzt Lowrance mit der Insight Genesis Social Map an. Was einer alleine in 500 Tagen nicht schafft schaffen vielleicht 500 Leute an einem Tag. So die Idealvorstellung. Ziel ist es die Erfassung eines Gewässers auf möglichst viele Schultern zu verteilen um möglichst schnell eine präzise Gewässerkarte zu erhalten. Neudeutsch würde man an der Stelle von Crowdsourcing sprechen. Die Gemeinschaft erarbeitet etwas gemeinsam.

Wie funktionierts?

Damit die Social Map von vornherein eine wenig „Content“ besitzt wird sie am Anfang mit Daten von Navico angereichert. Wie genau diese Basis Daten aussehen ist jetzt noch schwer zu sagen, da in der Betaphase erst nach und nach Gewässer hinzugefügt werden. Auf Screenshots sieht es jedoch ganz gut aus. Diese Basis Daten sollen später in Grau auf der Karte hinterlegt sein wohingegen von der Community erstellte Bereiche Farbig erscheinen.

Auswahl zwischen Insight Genesis Social Map und Social Map ListDie Social Map ListeDie Insight Genesis Social Map

Nachdem man dann mit seinem Echolot seine Karte geloggt hat und diese jetzt bei Insight Genesis hoch laden möchte kann man ein Häkchen setzen ob man die Karte auch für Social Map zur Verfügung stellen möchte oder nicht. Es werden dabei nur die Tiefen übernommen, Waypoints von etwaigen Spots werden dabei nicht mit weitergegeben. Ist alles fertig findet man unter im Insight Genesis auf der rechten Seite das Feature Social Map. Hier gibt es zwei Auswahlmöglichkeiten: „Social Map“ und „List of Social Map“. Während das einer zu einer Karte führt die sich wie die bekannten Google Maps oder auch Bing Maps verhält, gelangt man bei anderen zu einer Liste der bereits vorhanden Social Maps, in der man nach einen spezifischen Gewässer suchen kann.

Zum Stöbern eignet sich meiner Meinung nach die Map Variante jedoch mehr. Die blauen Punkte geben an wo es bereits Uploads für Insight Genesis Social Map gab. Zoomt man jetzt weiter in die Karte hinein werden die vormals großen blauen Kullern kleiner und verteilen sich mehr über die Karte. Aber einer bestimmten Zoomstufe werden es nicht mehr blaue Kreise und man kann sich mit einem Klick auf einen dieser Kreise Anzeigen lassen um welches Gewässer es sich handelt und wie viel von diesem Gewässer bereits geloggt wurde.

Im nächsten Schritt hat man wieder zwei Möglichkeiten. Zum einen kann man sich die Karte nur passend für sein Gerät herunterladen oder man schaut sich die Karte einfach im Browser an. Man erkennt hier dann sehr gut wie sich die Struktur Unterwasser darstellt und welche Teile eines Gewässers vielleicht noch erkundet werden wollen.

Näher in die Karte reingezoomtAuswahlmöglichkeit View und DownloadAnsicht der Karte im BrowserSo sieht ein nicht kompletter See aus

Wie soll man das jetzt finden?

Tja. Das ist natürlich jedem selbst überlassen. Ich persönlich finde die Idee durchaus reizvoll. Es ist modern gedacht, Croudsourcing spielt schließlich mittlerweile in vielen Bereichen eine große Rolle und gemeinschaftlich war man schon immer stärker. Gerade für Angler die viel unterwegs sind, würde sich so die Möglichkeit ergeben ihre Angeltrips mit Hilfe der Insight Genesis Social Map besser und zeitsparender zu planen.

In der Realität sehe ich jedoch gerade bei uns in Deutschland momentan eher schwarz was solche Projekte angeht. Viel zu groß ist der Neid unter den Anglern. Keiner gönnt dem anderen einen Fisch oder noch schlimmer einen größeren kapitalen Fisch. Es gibt sicher, zum Glück, einige Ausnahme die auch gerne andere Leute mitnehmen zum Fischen aber gefühlt sind 75-80% der sogenannten „Szene“ einfach nicht bereit für solch ein Projekt. Wie oft werden Flüsse, Seen, Tümpel oder einfach nur Barschberge als „persönliches Gebiet“ angesehen. Sorry. Aber in der Regel sind Gewässer öffentlich zugänglich und damit hat auch jeder Angler recht auf den Berg, die Mündung und was weiß ich. Ich rede keinesfalls davon das man jedem auf die Nase binden soll wo es gerade wie verrückt beißt. Aber darum geht es hier ja auch gar nicht. Hier geht es um die Erstellung einer Karte und da könnte man eigentlich zusammenarbeiten. Aber wie gesagt dafür müsste ein Großteil der Angler das zusammenarbeiten erstmal lernen.

Jetzt ihr. Was haltet ihr von der Idee einer Social Map, auch wenn ihr vielleicht nicht die Insight Genesis Version nutzen wollt? Meint ihr die deutschen Angler sind bereit dafür, oder werden es jemals sein? Hackt es in die Kommentare solange ich die Zeit habe gibt es eigentlich immer eine Antwort :-)