Barschangeln unter Stegen und Booten

Bevor ich mir das Angelvideo zum Thema „Methoden und Techniken beim Barschangeln“ noch tausend Mal auf Youtube reinpfeife und der 12 Minuten lange Streifen nur Samstags auf der Startseite im Blog zu finden ist, spendiere ich Stefan einen dauerhaften Platz in der Hall of Fame. Für einen sinnvollen Kommentar hat er schließlich genügend strategischen Output geliefert!

Angelvideo: Barschangeln unter Stegen und Booten

Barschangeln unter Stegen und Booten

Strategisch betrachtet finde ich das Video ziemlich interessant, da sich Stefans Barsche bei hochsommerlichen Außentemperaturen oder / und bei direkter Sonneneinstrahlung offensichtlich genau so verhalten, wie ich es von den größeren Exemplaren bei uns in der Havel kenne. Tagsüber ist an den heißen Spots im Freiwasser oft nichts zu holen. Weder an Kanten, Kehrströmungen, Löchern oder sonstigen Plätzen, die ich im Frühjahr oder Herbst als erstes ansteuern würde.

Sobald das Thermometer in Richtung Badewetter klettert, ziehen sich die Barsche in die Schattenseite ihres Habitats zurück. Was durchaus nachvollziehbar ist, denn bei gefühlten 50° Celsius und wolkenlosem Himmel spielen i.d.R. nur noch Kinder oder Schniepelbarsch in der prallen Sonne. Fette Elterntiere suchen sich hingegen gemütliche Liegeplätze, verbringen den Tag gechillt im Schatten und genießen das bunte Treiben drumherum – oder verleiben es sich ein.

Wie gut die Barsche unter diesen Rahmenbedingungen auf Köder reagieren, die präzise mit der Baitcaster am Schattenspender präsentiert werden, solltet ihr euch in Stefans Video ansehen! Die Tipps zur Köderführung und dem Fein-Tuning seiner Softbaits am Skirted Jig sind mindestens so interessant, wie die Power-Drills an der Veloce NEO. Film ab für Barschangeln unter Stegen und Booten. Unterhalb vom Angelvideo gehts weiter im Text.

Angelvideo: Barschangeln unter Stegen und Booten mit Stefan Tiedemann

Titel: Barschangeln unter Stegen und Booten mit Stefan Tiedemann
Thema: Barschangeln, Methoden / Angeltechniken
Veröffentlicht am: 01.10.2016
Laufzeit: 12:01
Youtube, Big Fish Media / Blinker TV

Unabhängig von der zeitlichen Komponente sind Stege, Boote, Spundwände, Heavy Cover, oder einfach alles was irgendwie Schutz bietet, beim Barschangeln immer einen Wurf wert. Speziell im Hochsommer würde ich großflächigen Schattenspender wie Boote und Steganlagen fast immer als erstes beangeln und anschließend die ufernahen Schattenseiten am Gewässer befischen. Da ich das Thema schon mehrfach mit Seppel beim Wickel hatte, hier mal ein kurzer Ausschnit unserer Lagebesprechungen.

Wo stehen die Barsche im Sommer?

So lange das Thermometer noch keine Höchstwerte anzeigt und sich der Sportbootverkehr im erträglichen Rahmen bewegt, sind alle Schattenspender in der Nähe des „Hauptstroms“ die besseren Spots. Je wärmer es wird, um so stärker wird die Potsdamer Havel von Freizeitkapitänen frequentiert. Das Verkehrsaufkommen gleicht zeitweise dem Feierabendverkehr auf dem Avus-Ring – an jedem Wochentag! Ist das der Fall, ziehen sich die dicken Brocken in die äußeren Bereiche der Havelseen zurück (möglichst weit von der Fahrrinne entfernt).

Unter Booten und Steganlagen ist die Frequenz sehr gut, dafür die Durchschnittsgröße eher Mager. Die richtigen Raumschiffe, zu denen bei uns leider alles ab 38 cm zählt, sind Einzelgänger tagsüber vornehmlich an den schattigen Plätzen in unmittelbarer Ufernähe, bevorzugt unter Bäumen zu finden. Texas Rig, Skirted Jigs, Spinnerbaits, Softjerks und Chatterbaits funktionieren bei uns am besten (…)

Damit es bei mir im nächsten Jahr noch ein Stück besser läuft, werde ich Steffans Tipp in die Tat umsetzen und die Scheren meiner Gummikrebs mit „Worm Paint“ bemalen. Die Gummiköderfarben im Angelvideo gibts zum Beispiel von Spike-It als „Plastic Worm and Chunk Paint“ oder „Dip-N-Glo Lure Dye“ in den unterschiedlichsten Farben zu kaufen. Stay tuned!