Warum man Wobbler auf Einzelhaken umrüsten sollte?

Über Twitter habe ich die Wochenend-Session mit den Worten „Perfektes Schei…wetter zum #angeln!“ eingeleitet. Extrem viel Wind, noch mehr Wasser von oben und nur 3 Stunden Zeit, um nach fast 4 Wochen mal wieder die Rute zu schwingen. Mit dabei […]

Über Twitter habe ich die Wochenend-Session mit den Worten „Perfektes Schei…wetter zum #angeln!“ eingeleitet. Extrem viel Wind, noch mehr Wasser von oben und nur 3 Stunden Zeit, um nach fast 4 Wochen mal wieder die Rute zu schwingen. Mit dabei natürlich mein neuer „Wanderstock“, die Tailwalk Muddy Walker incl. 2500er FireBlood und 10 Pfund Schnur. Ebenfalls erstmalig in der 2012er Saison am Start, die volle Ladung Wobbler und wieder das gute Gefühl „vollständig“ ausgerüstet auf Barschjagd zu gehen.

Barsch auf Crankbait

Barsch auf Crankbait

Samstag

Die Entscheidung trotz widriger Umstände die Tasche zu packen und bei einsetzendem Regen angeln zu gehen war genau richtig. Wer die Möglichkeit hat, den Moment abzupassen in dem das Wetter von sonnig auf regnerisch umschwenkt, der sollte mal einen Versuch wagen und sich vom ersten Platzregen nicht abschrecken lassen. Die Barsche verfallen in dieser Phase nicht selten in einen regelrechten Freßrausch und nehmen fast alles was ihnen vor’s Maul gehalten wird. Der Spukt ist jedoch nach meiner Erfahrung fast zeitgleich mit dem aussetzen des Regens beendet. Danach ist die komplette Wassersäule wie ausgestorben.

Das ich unter den Umständen nicht sonderlich viele Köder testen musste, um die Barsche an den Haken zu bekommen bedarf keiner weiteren Erklärung. Die Muddy Walker musste ihre Fähigkeiten als erstes unter Verwendung eines 55mm langen, und 7,8gr. schweren Crankbaits unter Beweis stellen (Illex Diving Cherry). Wie im Unboxing-Artikel vermutet, fängt die S762M frühestens bei 5 bis 7 Gramm Wurfgewicht an mitzuarbeiten. Der spitzenbetonte Blank puffert die recht ausladende Aktion des mit 2m Tiefgang angegebenen Crankbaits erstaunlich gut weg! Nach oben ist für die zitterfreie Verwendung voluminöserer Cranks zwar nicht mehr viel Luft, aber dafür wurde die Muddy Walker auch nicht wirklich gebaut.

Zugegeben, Crankbaits verwende ich ehr selten. Das stumpfe einleiern entspricht irgendwie nicht meiner hibbeligen Art. Nichtsdestotrotz zwinge ich mich immer dazu, die Fettsäcke extrem langsam einzuholen. „Slow retrieve“ nennt man das in „Fachkreisen“ und es bringt an unserem Abschnitt der Havel richtig ordentlich Fisch! Nicht selten zappelt dabei auch die ein oder andere Überraschung am Haken. Der Dritte Wurf bescherte mir den ersten er-crankten Zander und eine ganz, ganz wichtige Erkenntnis: Ich muss mich schnellstmöglich mit dem Thema „Umrüstung auf Einzelhaken“ beschäftigen! Das Bild ist alles andere als schön und soll stellvertretend als Gedächtnisstütze dienen.

Wobbler auf Einzelhaken umrüsten, aber PRONTO!

Wobbler auf Einzelhaken umrüsten, aber PRONTO!

Das ist weder cool, noch im Sinne unserer Außenwirkung. Ob der knapp 45cm kleine Zander die anschließende operative Entfernung des Drillings überlebt hat, steht in den Sternen. Zander sind leider nicht dafür bekannt, besonders unempfindlich zu sein. Im Bereich Links & Quellverweise findet ihr zum Thema „Wobbler umrüsten auf Einzelhaken“ einen Link aus dem Netzwerk. Wer noch mehr  Links beisteuern kann, darf sich im Kommentarfeld verewigen. Die Liste wird dann entsprechend erweitert. Eigentlich sollte an dieser Stelle noch der Sonntag in Worte gefasst werden, aber ich denke es ist nachhaltiger euch mit diesem Gedankengang bis zum nächsten Artikel allein zu lassen. Die Samstags-Session ist hiermit beendet. Macht was draus!